Projektnews

Vierter Achtsamkeitskurs für die Studierenden

Wie gestresst sind Studenten? Und helfen Achtsamkeitskurse diesen Stress zu verringern? Das will das RODS II-Team herausfinden. An vier Tagen bekommen deshalb Bachelor-Studenten aus den Studiengängen Online-Kommunikation, BWL und WING der Hochschule Darmstadt einen Achtsamkeitskurs. Die Studenten sind jeweils unterteilt in eine Kontrollgruppe, eine Teamgruppe und eine Individualgruppe. Die Team- und die Individualgruppe nehmen an drei Tagen an einem Achtsamkeitskurs teil. Mit Hilfe von Fragebögen, die auch die Kontrollgruppe ausfüllt, wird festgehalten, ob und wie sich die Achtsamkeitskurse auf den Stress der Studierenden auswirkt. 

Zum feierlichen Abschluss der Achtsamkeitspraxis sollten die Teilnehmenden noch einmal durch mehrere Meditationen erfahren wie es sich anfühlt, wenn der Geist leicht wie eine Feder durch den Raum gleitet.

Spontanität gehört dazu

Doch nicht alle Teilnehmer-Gruppen sind gleich. So bestand in der Gruppe der Studierenden des Fachs Online-Kommunikation der Wunsch, eine Yoga-Übung zu praktizieren. Kurzerhand wurde dieser Wunsch von den Achtsamkeitstrainiern Helmut Aatz und Peter Fauser aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Durch achtsames Yoga erleben die Teilnehmer eine Verbundenheit mit ihrem Körper und entwickeln ein Gespür für den eigenen Atem.

Ein Leben ohne Probleme?

In den Arbeitsgruppen herrschte eine rege Beteiligung. Es wurde viel diskutiert, vor allem über die zentralen Fragestellungen „Worauf sollte ich im Studium achten?“ und „Wie ein Leben wäre, in dem sich alle Probleme gelöst hätten?“. Die erarbeitete Antwort war für einige überraschend und unerwartet. Denn aus der Verantwortung, sich um das zu bemühen was einem wichtig ist, entsteht das Potenzial für Probleme. Gäbe es nichts was einem wichtig ist, könnte man auch keine Probleme haben. In anderen Worten: Indem man Verantwortung für die Dinge übernimmt, die einem wirklich wichtig sind, entsteht Lebenssinn. Mit diesem Lebenssinn geht automatisch Probleme einher. Gäbe es also keine Probleme mehr, wäre das Leben entweder bedeutungslos oder man würde sich ständig neue Probleme suchen.

Zuspruch von den Studierenden

Das Ergebnis der Fragerunde bestätigte das. Die Studenten stellten fest, dass die Abwesenheit von Problemen sie automatisch dazu veranlasste sich neuen Zielen bzw. Problemen zu widmen. Einfach 50 Jahre lang glücklich rumsitzen bis zum Tod wollte niemand.

Ziele sind nicht immer offensichtlich

Der scheinbare Widerspruch, während der Meditation „ziellos“ und für alle Erfahrungen offen zu sein, löst sich in der Erkenntnis auf, dass es durchaus ein Ziel in der Meditation gibt: nämlich bewusst darauf zu achten, was einen wirklich bewegt und was sich von sich aus zeigt, wenn man offen für alle Erfahrungen ist. Nicht das Verbot des Denkens bzw. die Abwesenheit von Gedanken ist das Ziel, sondern die Entscheidung sich keinen Gedanken zu verbieten und sich gleichzeitig von keinem Gedanken beherrschen zu lassen. Dies ist notwendig, um offen für alle Gedanken bleiben zu können.

Kamera dieses mal dabei

Um allen Interessierten einen Einblick in das RODS II-Projekt und die damit verbundenen Achtsamkeitskurse der Studierenden geben zu können, hat Elisa Mand zwei der Kurse mit der Kamera begleitet und Interviews geführt. Das Video zum Projekt werden wir hier auf unserem Blog veröffentlichen.

Seien Sie gespannt auf das Ergebnis!

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