Wissenschaftliche Hintergründe

Studie: „Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density“

Zweiwöchentlich stellen wir Ihnen donnerstags Studien zum Thema Resilienz vor. Heute die Studie “Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density” aus dem Jahr 2011 von B.K. Hölzel, J. Carmody, M. Vangel, C. Congleton, S.M. Yerramsetti, T. Gard & S.W. Lazar.


Ziel der Studie:

Ziel der Studie ist es herauszufinden wie sich gewisse Hirnregionen durch achtwöchige Achtsamkeitskurse verändern. Hierzu haben 16 Teilnehmer einen achtwöchigen Achtsamkeitskurs belegt. Es wurden Gruppensitzungen durchgeführt, in denen diese Achtsamkeitsübungen ausführten. „Diese beinhaltet das Gewahrsein von Empfindungen (Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken) im gegenwärtigen Augenblick. Empfindungen werden mit einer urteilsfreien, nicht-wertenden Haltung betrachtet“ (S.32). Zum täglichen Trainieren wurden Tonaufnahmen erstellt, die die Kursteilnehmer anleiteten. Außerdem wurden, um die verschiedenen Regionen zu untersuchen, Kernbilder von ihrem Gehirn gemacht, jeweils am Anfang des Kurses und am Ende. Des Weiteren wurden Fragebögen eingesetzt, um die Achtsamkeitswerte zu ermitteln. Gleichzeitig gab es eine Kontrollgruppe von 17 Teilnehmer. Von ihnen wurden ebenfalls Kernbilder erstellt und sie haben Fragebögen ausgefüllt.

Methode:

Erhebungszeitraum:

Achtwöchiger Kurs im Frühjahr 2011

Teilnehmer:

33 Studienteilnehmer (16 Kursteilnehmer des Achtsamkeitskurses + 17 Teilnehmer der Kontrollgruppe)

Messverfahren:

Zu Beginn des achtwöchigen achtsamkeitsbasierten Stressreduktionskurs, wurden von Teilnehmern Kernspintomographieaufnahmen ihres Gehirnes gemacht. Nach dem Kurs wurden erneut Kernspintomographieaufnahmen gemacht. Des Weiteren haben die Teilnehmer Fragebögen ausgefüllt, die die Verbesserungen oder Verschlechterung der Achtsamkeitswerte aufzeigen.

Ergebnisse:

Zum einen zeigt die Studie, dass die Kursteilnehmer höhere Achtsamkeitswerte haben als die der Kontrollgruppe. Dies wurde durch Fragebögen ermittelt.

Zum anderen zeigen die gemachten Kernspindbilder der Kursteilnehmer, dass die graue Substanz im Hippocampus, der die Lern- und Gedächtnisprozesse unterstützt, zugenommen hat (vgl. S.32).

Außerdem war zu erkennen, dass Regionen, die für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl zuständig sind, auch zugenommen haben. Ebenso berichteten Teilnehmer, dass sich ihr Stresserleben verbessert hätte. Dies erfolgt durch die „Abnahme der Dichte der grauen Substanz in der Amygdala. Von dieser Struktur ist bekannt, dass sie eine wichtige Rolle in der Verarbeitung von Angst und Stress spielt“ (S.32).

Diplom-Psychologin und Neurowissenschaftlerin Dr. Britta Hölzel sagte zu den Ergebnissen, es sei faszinierend, wie veränderbar das Gehirn und das Empfinden seien. „Wir selbst haben es in der Hand, eine aktive Rolle einzunehmen, unser eigenes Wohlbefinden zu erhöhen. Durch das Üben von Meditation können wir selbst unser Gehirn verändern und unsere Lebensqualität verbessern“ (S.32).

Dieses Exzerpt wurde verfasst von Stella Brug.

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